Von Senf bis Smart Region
Shownotes
Website der Smart City Jena: https://smartcity.jena.de/
Smart Region in Thüringen: https://smarte-regionen-thueringen.de/
Website der Digitalagentur Thüringen: https://digitalagentur-thueringen.de/
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Intro
Sprecher:
„Bits und Bratwurst. Dein Upgrade für Thüringen mit Steffen Schütz und Milen Starke.“
Gespräch
Milen Starke:
„Da sind wir wieder zu einer neuen Episode von Bits und Bratwurst. Hier in diesem Podcast sprechen wir über das digitale Thüringen. Verständlich, praxisnah und mit einem klaren Blick auf das, was unseren Alltag konkret verbessert. Mein Name ist Milen Starke und ich bin Thüringens Staatssekretärin für Digitales. Und heute sprechen wir über ein Thema, was eigentlich immer direkt mit großen Metropolen in Verbindung gebracht wird, nämlich mit dem Thema Smart City. Und ich freue mich sehr, heute einen ganz tollen Gast bei mir haben zu dürfen. Und zwar Dorothea Prell. Sie ist Smart City, Beauftragte der Stadt Jena und ich freue mich sehr, dass du heute bei mir bist.“
Dorothea Prell:
„Ja, vielen Dank. Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.“
Milen Starke:
„Und bevor wir direkt in das Thema Smart City reinspringen, müssen wir uns natürlich noch mal angucken, was in unserem Phrasenschwein beim letzten Mal zusammengekommen ist. Wir haben ja ein Phrasenschwein für alle Anglizismen und für jeden Anglizismus werden wir 5 € in unserer Phrasenschwein schmeißen. Und beim letzten Mal waren tatsächlich 33 Anglizismen mit dabei. Und das bedeutet 165 € für einen guten Zweck. Und dann noch mal der Aufruf an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer Wenn ihr einen ganz besonderen Zweck habt, an den wir dann am Ende unserer Podcastreihe dieses Geld spenden sollen, dann immer her mit den Tipps. Wir wollen natürlich, dass das Geld auch da ankommt, wo es gebraucht wird. So, und jetzt gehen wir mal in das Thema Smart City direkt rein. Liebe Dorothea, was ist denn eine Smart City Beauftragte und was machst du denn?“
Dorothea Prell:
„Ja, also genau, Ich bin Smart City Beauftragte der Stadt Jena und habe nach innen viele Aufgaben im Bereich Digitalisierungsstrategie und leite aber vor allem das große Smart City Gesamtprojekt und habe hier natürlich unseren Fahrplan. Wir haben ja eine Smart City Strategie entwickelt und über 30 Maßnahmen, die wir umsetzen. Genau. Da bin ich regelmäßig im Kontakt mit meinem Team. Wir haben ein relativ großes Team, was bei uns in den Fachdiensten und Betrieben verteilt ist und auch immer eine gute fachliche Rückkopplung in das Projekt bringt. Da haben wir regelmäßige Abstimmungen. Wir treffen uns alle zwei Wochen in großer Runde, um über den Status Quo zu sprechen, wo es auch hakt, wo Probleme sind, wo ich dann auch helfen kann. Und genau, ansonsten versuche ich sozusagen alle Hürden aus dem Weg zu räumen, dass das Projekt gut laufen kann. Ich rede sehr, sehr viel und genau und versuche sozusagen mein sehr großartiges Team zu unterstützen, ihre Arbeit gut zu machen. Genau.“
Milen Starke:
„Sehr schön. Also zum Thema Kommunikation kommen wir vielleicht im Laufe unseres Gespräches auch noch ein bisschen. Gibt es denn gerade eine wirklich smarte Lösung, die in deinem Alltag gerade Einzug gehalten hat?“
Dorothea Prell:
„Also ich kann vielleicht mal kurz aus dem Urlaub erzählen. Ich war letzte Woche in Spanien in Malaga mit meiner Familie und habe da tatsächlich eine App gefunden, die ich ziemlich cool fand. Die heißt Costa Soleando und die ja monitort quasi die ganze Costa del Sol, unter anderem auch die Strände von Malaga. Und da kann man sich zum Beispiel stündlich informieren, wie die Luftqualität, Wasserqualität, Algen, Quallen alles mögliche ist, um dann halt eigene Hobbys oder auch Besuche zu planen. Das fand ich schon ziemlich cool. Also Malaga ist ja auch wie viele andere große spanische Städte im Bereich Smart City sehr sehr weit. Da geht schon ganz viel. Da kann man immer mal auch hinschauen und sich inspirieren lassen. Auch alles nicht unbedingt vordergründig sichtbar. Wenn man mit einem Auge durch die Stadt geht, sieht man schon einiges. Das fand ich schon ganz spannend und so als Touristin sehr praktisch auf jeden Fall.“
Milen Starke:
„Und wenn wir noch mal so ein bisschen in den Begriff Smart City reingehen also wie würdest du denn tatsächlich genau diesen Begriff wirklich mal vielleicht ein bis zwei Sätzen erklären?“
Dorothea Prell:
„Ja, das ist natürlich ein schillernder Begriff, ein absoluter Trend. In aller Munde wird hoch und runter gebetet. Ich glaube, es gibt nicht die eine Definition. Also für uns ist Smart City, sind quasi ja Lösungen, die wir als Stadt suchen für Herausforderungen, die wir eigentlich alle haben. Sei es Fachkräftemangel, Überalterung der Gesellschaft. Flächennutzungskonkurrenz in der Stadt und ähnliche Dinge, dass wir da halt Lösungen finden, auch im Bereich Klimaanpassung zum Beispiel. Der Klimawandel ist im vollen Gange und hier mit klugen digitalen Lösungen die moderne Stadtentwicklung eigentlich vorantreiben. Und das aber nicht um der Technik willen, sondern um quasi wirklich einen Nutzen herbeizuführen und den Menschen, die in der Stadt leben, den Alltag irgendwie besser zu machen, zu vereinfachen, aber auch mit Blick auf Nachhaltigkeit Ressourcen zu schonen und besser zu nutzen. Das war jetzt keine ganz runde Definition, aber das ist so das, was wir darunter verstehen.“
Milen Starke:
„Finde ich tatsächlich sehr spannend. Und es ist ja auch wichtig ist einfach mal mit einfachen Worten versuchen zu erklären, weil es ist ein Buzzword. Das ist ja wirklich so ein so ein so ein Thema, was schon jahrelang auch durch die Medien geistert. Und was würdest du sagen, ist denn der große Mehrwert?“
Dorothea Prell:
„Ja, also tatsächlich, wir sind ja quasi Teil eines Förderprogramms. Und der ganz große Mehrwert ist, dass wir jetzt gerade Dinge vorantreiben können in der Stadt, die wir ohne dieses Förderprogramm jetzt nicht hätten tun können. Also wir haben eine gute Förderquote, wir haben also auch einen ganz langen Projekt Zeitraum, Das ist, glaube ich, auch einmalig. So was habe ich zumindest bisher in meiner Berufslaufbahn noch nicht erlebt, dass ein Projekt über sieben Jahre geht und man wirklich von Grund auf was aufbauen kann. Wir haben eine zweieinhalbjährige Strategiephase aufgrund Corona durchlaufen, haben viel Bürgerbeteiligung auch gemacht und versucht auch da ganz viel schon abzuholen. Und jetzt haben wir die Möglichkeit, dann auch fast fünf Jahre umzusetzen. Und das ist wichtig. Man braucht halt die Zeit. Man macht natürlich auch den einen oder anderen Fehler oder macht eine falsche Abbiegung und kommt dann wieder zurück. Und das ist, glaube ich, total wichtig. Und ich weiß nicht, ich kann ja auch ein bisschen was dazu erzählen, wie es überhaupt eigentlich zu unserer Smart City Strategie kommen ist.“
Milen Starke:
„Also wenn gerne können wir gleich noch mal ein bisschen darauf eingehen. Finde ich, finde ich spannend. Ich glaube, um unsere Hörer noch ein bisschen abzuholen, vielleicht auch noch mal so ein bisschen den Rahmen. Das heißt, wir haben in Thüringen ganz konkret drei Smart Cities, die eben durch das Förderprojekt, wie du es gerade beschrieben hast, auch vom Bund mit gefördert werden über jetzt einen 7-jährigen Zeitraum. Das heißt, neben Jena haben wir noch Gera und Mühlhausen, die sozusagen als ganz offiziell als Smart Cities definiert sind. Nichtsdestotrotz haben wir natürlich auch noch andere Smart City Lösungen, die in anderen Städten in Thüringen oder auch kleinen Gemeinden etabliert sind. Aber ich würde jetzt gerne auch den Fokus mal ein bisschen auf Jena legen. Das heißt, erklär uns eure Smart City Strategie, wie habt ihr die aufgebaut und wie ist es überhaupt dann auch zu der Förderung gekommen?“
Dorothea Prell:
„Genau. Das war tatsächlich auch kein Zufall. Also das ist schon die Entwicklung eigentlich eines längeren Prozesses. Die Stadt Jena hat sich 2017 schon mal bei dem Wettbewerb des Bitkom Verbandes Digitale Stadt beworben. Leider nicht erfolgreich, aber am Ende doch irgendwie erfolgreich, weil wir nämlich durch diese Bewerbung schon wichtige Handlungsfelder in der Stadt identifiziert haben. Also wo gibt es Dinge, die wir lösen wollen? Wo gibt es Schmerzpunkte? Wir haben ein Akteursnetzwerk zusammengebracht. Wir haben wichtige Unterstützer in der Zeit auch gefunden und ganz viele Projektideen eingesammelt. Und das war auch wirklich ein schöner Ausdruck von sektorübergreifende Zusammenarbeit. Da war ein Unternehmen dabei, da waren Vereine dabei, da war natürlich die Stadtverwaltung mit ihren verschiedenen Eigenbetrieben dabei, auch die Stadtwerke und also ein ganz bunter Kessel von Akteurinnen und Akteuren, die da alles zusammengelegt haben. Und diese Bewerbung haben wir tatsächlich dann 2020 wieder aus der Schublade geholt. 2019 hat das Programm gestartet und Gera hat sich beworben. Da hatten wir ganz schön Respekt vor. Es ging alles sehr schnell. Man musste auch ziemlich zügig einen Stadtratsbeschluss herbeiführen und da haben wir erstmal gedacht: okay, wir warten mal ab. Es wurden ja auch schon zwei weitere Staffeln angekündigt und hatten dann innerhalb der Verwaltung das Commitment: Okay, bei der zweiten Staffel, da geht es dann los und da haben wir uns dann auch beworben, haben ein kleines Projektteam gegründet, da war ich auch mit dabei. Aber die Hauptarbeit hat tatsächlich unser Kämmerer, damals, Martin Berger, geleistet und einen Antrag dann zusammengeschrieben auf Grundlage dieses alten BITKOM Antrages. Und da ging so langsam die Coronazeit los. Wir haben noch einen ganz großen Workshop in der Stadt gehabt, wo wir alle Akteure wieder zusammengebracht haben, das Netzwerk quasi reaktiviert haben und danach ging das Ganze dann in Videokonferenzen über. Aber auch dieser Antrag war quasi schon mit ganz viel Beteiligung passiert und haben auch ganz viele tolle Leute unterstützt und ihre Ideen mit reingegeben. Genau. Und so ist dann erstmal der Antrag entstanden, daraus die Smart City Strategie. Das hat dann immer noch mal zweieinhalb Jahre gedauert, da mussten auch Maßnahmensteckbriefe entworfen werden. Und dann gab es dann den Stadtratsbeschluss mit dem Maßnahmenkatalog und da haben wir für uns fünf Handlungsfelder definiert und da dann natürlich auch einzelne Maßnahmen hinterlegt. So ein paar Sachen haben sich dann auch schon durch diese Pandemiezeit, die hat ja auch einen ziemlich großen Druck auf die IT Entwicklung ausgeübt. Da hatten sich dann schon ein, zwei Maßnahmen auch erledigt oder sind selbst dort entstanden. Da haben wir auch noch mal nachgesteuert. Und auch jetzt habe ich glaube ich vor meinem Urlaub noch einen neuen Maßnahmensteckbrief wieder eingereicht, weil wir einfach immer weiterarbeiten in der Stadt, auch neue Ideen kommen und neue Probleme entstehen oder auch dann noch mal nachgefragt wird Mensch, habt ihr noch Optionen? Wir hätten da noch ein Thema, was wir gerne lösen wollen möchten. Genau.“
Milen Starke:
„Und wenn du diese fünf Handlungsfelder nennst, was genau sind das denn? Und wie kommen denn diese fünf Handlungsfelder auch mal ganz, ganz plakativ oder beispielhaft auch wirklich bei den Bürgerinnen und Bürgern von Jena an?“
Dorothea Prell:
„Ja okay, dann fange ich mal an! Das erste ist das Handlungsfeld eins digitale Infrastruktur und Datenpolitik. Hier bauen wir zusammen mit anderen Smart Cities, auch mit anderen Kommunen, eine digitale Datenplattform auf im Rahmen von Civitas Connect. Das ist ein Verein, der sich eigens dazu gegründet hat. Die wird sowohl für die Stadtverwaltung relevant sein in der Auswertung von verschiedenen Daten, die da quasi auch neu zusammengeführt werden und aber auch natürlich für Unternehmen und für die Wissenschaft von außen auch zugänglich sein wird. Natürlich nur, was auch nach außen gegeben werden darf, was veröffentlicht werden darf. Das ist so unser ganz großes Projekt in dem Handlungsfeld. Gleichzeitig versuchen wir aber auch, die Verwaltung quasi fit zu machen dafür. Also wir müssen natürlich auch unsere Datenbestände ganz genau anschauen. Wir müssen modellbasiert oder wollen modellbasiert arbeiten. Das heißt, wir haben jetzt zwei. Jetzt kommt das erste Phrasenschwein Data Coaches. “
Milen Starke:
„Ich habe schon viel zu viel jetzt auch schon wieder gesagt.“
Dorothea Prell:
„Okay, ist ja auch einen guten Zweck. Genau. Und die dann durch unsere Fachdienste ziehen und da quasi auch die Datenbestände anschauen und schauen, wie das gut angebunden werden kann. Wir haben eine Datenstrategie per Stadtratsbeschluss veröffentlicht und quasi hier auch unser Vorgehen beschrieben, was für uns wichtig ist Standards, Datenqualität usw.“
Milen Starke:
„Lass mich da mal einhaken, weil es ist jetzt noch nicht klar. Okay, was bringt das mir jetzt eigentlich? Und ich glaube, das ist auch noch mal ein wichtiger Punkt, den wir vielleicht machen sollten, weil, alles was wir zukünftig machen, alle zukünftigen Technologien, zum Beispiel auch KI-Lösungen basiert auf Daten. Und wenn wir die Daten nicht strukturell zur Verfügung haben, können wir auch keine entsprechenden Schlüsse ziehen, sie ziehen und Automatismen aufbauen. Und ich glaube, deswegen ist das als erstes Handlungsfeld zu definieren wirklich sehr, sehr smart. Nein, wirklich sehr, sehr schlau. Weil, ich brauche erst mal eine Grundlage, um dann auch entsprechend neue Technologien aufbauen zu können. Das ist vielleicht jetzt nichts, was sofort auch den Bürgerinnen und Bürgern sofort auffällt, dass ihr Daten Strategie habt, in Jena aber wahrscheinlich etwas ist was, worauf dann auch weitere Lösungen aufbauen.“
Dorothea Prell:
„Genau das ist sozusagen die Grundlage. Wir schaffen da auch gute Qualität und Standards für stadtentwicklungspolitische Fragestellungen und Entscheidungen. Also wir können dann, wenn das alles gut läuft, gut gefüllt ist und gut miteinander arbeitet, viel fundierter und objektivere Entscheidungen treffen, wenn sie denn auch so getroffen werden sollen.“
Milen Starke:
„Genau so, versuch mal die nächsten Felder da ein bisschen kürzer zu fassen. Was macht ihr denn da so Schönes?“
Dorothea Prell:
„Im Handlungsfeld zwei Stadtentwicklung, Umwelt, Verkehr haben wir ganz viele verschiedene Maßnahmen. Ich zähle jetzt nur mal ein paar auf. Also wir wollen zum Beispiel unseren Kommunalservice dabei unterstützen, die Grünpflege ja ressourcenschonender, effizienter zu gestalten. Wir messen die Bodenfeuchte von Jungbäumen, haben Referenzflächen in der Stadt um …“
Milen Starke:
„… die Bodenflächen von Jungbäumen?“
Dorothea Prell:
„Die Feuchte, von Jungbäumen.“
Milen Starke:
„Spannende Geschichte also die Stadt, damit es in Jena schön grün bleibt.“
Dorothea Prell:
„Genau. Jungbäume sind also, die verbleiben immer zehn Jahre in der Pflege, sind wie kleine Kinder. Die müssen halt regelmäßig essen und trinken, damit sie nicht eingehen. Also unterstützen wir quasi durch Sensorik, sodass der Kommunalservice Gießrouten besser planen kann, auch weiß, wie viel Gießwasser mitgenommen werden muss. Wie viele Männer und Frauen jetzt auf das Auto müssen. Und genau das ist so ein ziemlich cooles Projekt, finde ich. Wovon wir unmittelbar alle profitieren. Genau dann haben wir uns eingebracht in das Smarte Quartier Jena Lobeda. Mit Gesundheits-Appartements und einem Telemedizin-Raum kommen wir vielleicht auch später noch mal zurück zum Stichwort Transfer. Genau. Ja, wir haben eine Mitmachplattform, also eine Bürgerbeteiligungsplattform, die wir aufbauen für nicht nur für Bauprojekte, sondern auch für alle anderen Projekte, wo Bürgerbeteiligung gewünscht und erforderlich ist. Ja, wir haben unser QGIS. Das ist quasi das Kartenportal der Stadt Jena, mit dem unsere Fachleute auch Bauprojekte planen, da ganz viele Sachen neu entwickeln lassen, unter anderem einen 3D Viewer.“
Milen Starke:
„Das heißt ich könnte mir jetzt Hochbauten in Jena in einem 3D Modell anschauen?“
Dorothea Prell:
„Kannst du dir anschauen, wie ist der Schattenwurf zum Beispiel im Tagesverlauf. Solche Sachen halt.“
Milen Starke:
„Es ist ja für die Bauplanung durchaus sehr relevant.“
Dorothea Prell:
„Ja und das ist auch gut, um auch Bürgerinnen und Bürger besser mitzunehmen und denen auch einen Eindruck davon zu geben, wie groß jetzt tatsächlich ein Projekt wird oder wie es dann aussehen kann.“
Milen Starke:
„Ich finde, das Thema Bürgerbeteiligung ist auch wirklich ein ganz, ganz wichtiges Thema. Auch vor allen Dingen, wenn wir über Kompetenzbildung sprechen, Kompetenzaufbau sprechen und besonders eben auch im digitalen Raum. Ich glaube, ich hatte in unserer ersten Folge schon mal genannt die Studie der D-21, die ja auch klar herausgearbeitet hat, dass wir in Thüringen besonders skeptisch sind, wenn es um digitale Lösungen geht. Da habt ihr ja tatsächlich auch in einem Handlungsfeld den Probierladen. Was ist das denn genau? Und ja, erzähl uns auch mal ein bisschen was.“
Dorothea Prell:
„Sehr schöne Überleitung zu unserem Handlungsfeld drei Bildung, Kultur und Soziales.“
Milen Starke:
„Das war alles ganz klar einstudiert.“
Dorothea Prell:
„Genau das ist ja unser Handlungsfeld, in dem wir vor allem die digitale Bildungsbiographie betrachten, angefangen von der von Maßnahmenbereich Kita. Also wir haben da ein Projekt smarte Kitas bis ins hohe Alter und da haben wir ein Projekt, das ist richtig toll. Das ist der ProbierLaden in Jena und der richtet sich vor allem an Menschen, die wenig digitale Vorerfahrung haben bis gar keine Kompetenzen in der Hinsicht besitzen, die vielleicht sogar auch Angst haben vor Digitalisierung und auf keinen Fall quasi liegen gelassen werden dürfen. Also wir haben einen Staat, der immer weiter auch auf digitale Services setzt. Unser ganzes Leben wird immer digitaler. Wir kommunizieren über Messenger, wir buchen online Arzttermine, wir sind eigentlich ganz, ganz viel im Netz unterwegs. Es stellt sich alles um, aber es kommen halt nicht alle mit. Und da sehen wir ein ganz großes Problem im Bereich der digitalen Spaltung der Gesellschaft. Und mit dem ProbierLaden haben wir quasi ein Angebot jetzt etabliert, was auch schon, also absolut läuft und lange in Umsetzung schon ist. Dass sich genau an diese Menschen richtet, muss man sich vorstellen. Mit einem Zentrum von Jena war auch echt ein Glücksgriff. Wir haben da ein Ladenlokal. Du hast es ja auch schon mal besucht. Kannst du es dir gut vorstellen mit großen Schaufenstern. Da kann man von außen schon sehen, was drinnen passiert. Man kann einfach reingehen. Man braucht keinen Termin, es ist kostenfrei zugänglich und dort bekommt man dann Hilfe und Unterstützung von einem medienpädagogischen Team, die wirklich auch Experten sind in ihrem Bereich. Die nehmen sich Zeit, dass der Großteil der Arbeit ist tatsächlich individuelle Beratung. Da kommen dann vor allem natürlich auch ältere Menschen hin, die Probleme mit ihrem Smartphone haben, die ihrem Enkelkind vielleicht mal ein Bild senden wollen oder Facetime machen möchten, aber nicht wissen, wie es funktioniert. Oder auch eine Gesundheits-App nutzen müssen. Plötzlich. Oder die Bank stellt jetzt nur noch auf Onlinebanking um, erhöht die Preise, wenn man noch mit einem Überweisungsträger kommt. So ganz analog. Das sind alles so Themen, da könnte ich noch viel mehr aufzählen, die da relevant sind und den Menschen wird geholfen durch Beratung, aber vor allem durch Hilfe zur Selbsthilfe. Also da nimmt jetzt keiner das Handy weg oder das Tablet und sagt ich richte dir das mal fix ein und auf Wiedersehen, sondern es wird halt wirklich sehr pädagogisch wertvoll beigebracht und auch geübt, sodass es dann beim nächsten Mal dann auch besser klappt.“
Milen Starke:
„Und ich fand es total spannend, dass sie ja auch, ich sage mal so diese ganzen smarten Haushaltsgeräte erklären, also eine Kaffeemaschine oder der der Saugroboter, der dann sozusagen auch entsprechend erläutert wird. Wie funktioniert das denn jetzt? Muss ich mir jetzt noch extra eine App runterladen? Wie kann ich den einrichten? Würdest du sagen, dass das ein Teil der zukünftigen Daseinsvorsorge einer Stadt ist?“
Dorothea Prell:
„Ja, also wir sehen das tatsächlich so, also jetzt allein schon durch die ja fast zwei Jahre jetzt Erfahrung schon, dass wir den ganz, ganz großen Bedarf der Menschen sehen. Also der Laden ist immer voll, Wir haben jetzt schon Wartebereich eingesetzt oder eingerichtet, die Leute warten auch, da entstehen Freundschaften. Das ist auch ein Angebot, nicht vordergründig, aber auch gegen Einsamkeit. Da haben sich Menschen schon kennengelernt, die ähnliche Probleme haben, sich auch entschieden haben, eine Beratung zum Beispiel zu zweit zu machen. Und dann ist da gleich eine Freundschaft daraus entstanden. Also der Bedarf ist ganz groß und ich denke auch, dass der in den nächsten Jahren nicht abbricht. Also die dieses Altersspektrum, an dem sich auch dieses Angebot richtet. Das ist ja in zwei Jahren nicht plötzlich total digital souverän und ich denke, wir haben auch die die Aufgabe und die Verantwortung hier zu unterstützen, die Menschen nicht zurückzulassen, die mitzunehmen und denen auch was aufzuzeigen, dass der Staat auch da ist. Und da kann sozusagen die Stadt, die Kommune, aber auch das Land ganz viel an Vertrauen auch wieder zurückgewinnen, was vielleicht jetzt auch über die Jahre so ein Stück weit verloren gegangen ist. Und es ist halt vor allem neutral. Wir verkaufen denen nichts, also keine Dienstleistungen in dem Sinne, sondern es ist tatsächlich eine Unterstützung und Ermächtigung, Befähigung der Menschen. Und da sehe ich noch ganz großen Bedarf. Wir haben jetzt ein ganz tolles Projekt losgetreten. Wir wissen natürlich, dass unser Förderende naht. Und ja, wir würden uns einfach wahnsinnig freuen, wenn wir das Projekt weiter voranbringen können. Wir können da auch ganz viel Kompetenz, Erfahrungsschätze teilen. Wir hatten auch schon Delegationen aus anderen Städten da, die sich das angeguckt haben, die also das kommunale Interesse ist auch tatsächlich sehr, sehr groß und da würden wir natürlich auch gerne mit Wissenstransfer zur Seite stehen und das Thema gerne langfristig auch weiter betreiben.“
Milen Starke:
„Es ist total wichtig, dass wir eben eigentlich so ein analoges Projekt in einer Smart oder innerhalb einer Smart City Strategie finden. Und ich glaube, das ist auch genau der Schlüssel dazu.“
Dorothea Prell:
„Ja, es ist ganz wichtig, dass es diese Begegnungsräume auch gibt. Wir haben ja noch einen anderen Raum, den Jena Digital Innovation Hub. Der ist quasi am anderen Spektrum oder am anderen Ende des Spektrums, richtet sich eher an die Expertinnen und Experten der Digitalisierung im Bereich Verwaltung, Wissenschaft, Unternehmen, die da quasi kollaborativ zusammenarbeiten können, ist auch unser Zuhause von dem Verein Jena Digital. Und diese Räume allein, die die Räumlichkeit bringt schon so viel Mehrwert und Neues, da sind auch schon neue Projekte entstanden. Das ist toll zu sehen. Also diese analogen und wirklich Begegnungsräume und Orte, die sind total wichtig und vor allem also nicht nur in Jena. Also wenn wir rausgucken. Thüringen besteht natürlich aus einigen großen Städten, sehr, sehr viel kleineren Städten und aber auch ganz viel ländlichen Raum. Und gerade da müssen wir doch reingehen, da müssen wir doch auch Präsenz zeigen und auch quasi Unterstützung anbieten und dieses Feld nicht komplett anderen Kräften überlassen, die das jetzt schon ganz gut betreiben. Also da finde ich, da sehe ich uns auch in fünf bis zehn Jahren ganz aktiv, dass wir da unser Know how von den drei Städten, die da ganz viel jetzt auch erarbeitet geleistet haben, viel Kompetenzen aufgebaut haben, dass wir das weitergeben können und da irgendwie gut zusammenarbeiten.“
Milen Starke:
„Aber das heißt sozusagen, der erfolgreiche digitale Weg geht über einen analogen Weg, ist ja auch spannend.“
Dorothea Prell:
„Ja, der gehört dazu. Ganz wichtig. Wir sind ja immer noch Menschen, die agieren und kommunizieren wollen. Wie übertragen wir genau dieses Konzept dieses ProbierLadens denn tatsächlich auf andere Städte, auf kleinere Gemeinden? Ja, das ist, natürlich die große Herausforderung, Das Konzept in unserer Perspektive steht und fällt auch mit diesem medienpädagogischen Personal. Also da sollte man jetzt nicht jeden quasi reinstellen, aber es ist absolut skalierbar. Also man kann das dimensionieren, je nachdem wo man sich befindet, ob man im Landkreis ist oder vielleicht auch im Dorf. Also wir haben auch schon verschiedene Überlegungen angestellt, wer tatsächlich auch Träger sein kann. Natürlich bietet sich die Volkshochschule an, die ist weitverbreitet in den Thüringer Städten, Aber ich denke, es ist auch möglich, dass ein bisschen kreativer auch zu denken. Für uns ist natürlich wäre die absolute Wunschvorstellung, dass es vielleicht so sechs oder sieben solcher ProbierLäden ist, jetzt einfach mal so eine geschossene Zahl sich quasi in den verschiedenen Regionen von Thüringen befinden und dort Anlaufstellen auch sein können. Ich denke, dass jede Stadt, das hat es eine absolute finanzielle Herausforderung. Das kann ich mir nicht so gut vorstellen, um ehrlich zu sein. Aber ich denke, man kann es in den Regionen auf jeden Fall aufziehen und sollte das vielleicht auch tun, weil wir sehen ja auch, wer alles zu uns kommt, zum Teil auch aus dem Thüringer Wald. Die Leute sind bereit zu fahren dafür, Das hat sich herumgesprochen. Auch super spannend zu sehen, wie die ältere Generation vernetzt ist. Ohne jetzt irgendwie auf Social Media zu sein. Tatsächlich Telefon in die Hand und genau. Und können sich da sehr, sehr gut auch vernetzen. Und ja, das ist toll zu sehen.“
Milen Starke:
„Was würdest Du denn sagen. Was ist die Verantwortlichkeit des Landes? Bzw. wer ist denn dafür verantwortlich, dass so eine Übertragbarkeit tatsächlich auch realisiert werden kann?“
Dorothea Prell:
„Na ja, also ich finde es ganz großartig, dass wir jetzt ein Digitalministerium haben, was ja quasi ...“
Milen Starke:
„Alles geskriptet hier…!“
Dorothea Prell:
„Nein, ich habe hier noch nicht mal reingeguckt. Nein, tatsächlich. Also wir haben natürlich auch vorher schon sehr gut mit der Landesregierung zusammengearbeitet und das war immer partnerschaftlich. Aber dass man jetzt quasi so einen zentralen Ansprechpartner hat, dass wir auch kurze Kommunikationswege haben, das ist super, dass man sich da gut absprechen kann. Und ich denke, dass das Land natürlich da auch eine große Verantwortung hat. Vielleicht auch die Digitalagentur als Umsetzungspartner kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Und es braucht einfach auf allen Ebenen, also in der Stadt, aber auch auf Landesseite ganz starke Umsetzungspartner, die sozusagen auch Zug zum Tor haben und vorangehen. Und natürlich, am Ende braucht es immer Geld, das ist klar. Aber es braucht auch den politischen Willen und den Gestaltungswillen, da einen Unterschied zu machen. Und ja, also ich denke, wenn wir die Smart State Strategie, die ihr vorgelegt habt, wenn wir da ganz großes Stück von umsetzen, dann haben wir schon ganz, ganz viel geschafft. Also da sehe ich schon auch viel Potenzial.“
Milen Starke:
„Ja, jetzt muss ich natürlich auch so ein bisschen den Werbeblock fürs Land mit reinnehmen, logisch. Also wir, wir gucken uns eure Projekte wirklich auch sehr im Detail an und unser Ziel ist es natürlich auch, dass wir das so verstetigen. Das war auch nach der Förderperiode dann im nächsten Jahr durchaus auch Projekte natürlich weiter mit unterstützen können. Und der ProbierLaden ist definitiv etwas, wo wir uns wirklich sagen, das ist eigentlich genau das, was es aktuell braucht. Eben genau dieser, dieser Spagat zwischen dem digitalen Leben und dem analogen Leben, um sozusagen dort auch wirklich einen Schulterschluss zu haben. Und ich glaube, wir dürfen uns da die Augen nicht verschließen. 10 % der Gesellschaft wird immer analog oder sozusagen nicht digital affin sein. Und das ist natürlich etwas, wo wir auch als Land gegensteuern müssen.“
Dorothea Prell:
„Es kommen nicht nur ältere Menschen, das auch noch mal quasi einmal kurz zu erzählen, sondern es kommen auch Eltern zu uns, die ihren Kindern zum Beispiel das erste Smartphone einrichten wollen. Und ja, ich glaube, über die ja Fluch und Segen von Social Media brauchen wir nicht zu sprechen. Aber auch da bedarf es ganz viel Aufklärung. Und Awareness, um da eben auch vor Falschnachrichten, vor Desinformationen nicht nur ältere, sondern auch junge Menschen zu schützen. Da sehe ich auch noch mal einen ganz, ganz wichtigen Punkt. Und grundsätzlich, um jetzt vielleicht noch einmal kurz ein bisschen das zu weiten, haben wir auch noch viel mehr im Angebot. Also wir haben jetzt ganz viele Maßnahmen. Wir haben über ein paar gesprochen, aber ansonsten auch noch Projekte, die man sehr gut auch in den ländlichen Raum transferieren könnte, zum Beispiel unseren Telemedizin-Raum. Da sind wir tatsächlich schon mit zwei ländlichen Gemeinden im Austausch mit Langenwolschendorf und Crossen an der Elster, die auf uns zugekommen sind, davon gehört haben. Und da versuchen wir jetzt quasi unseren Telemedizin-Raum, den wir in unmittelbarer Nähe zum Universitätsklinikum im Smarten Quartier ja eingerichtet haben. Da ganz viele Prozesse entwickelt und ganz viele Erfahrungen gesammelt haben in verschiedenen medizinischen Fachrichtungen. Dieses Wissen können wir jetzt quasi in den ländlichen Raum bringen und da in zwei Ortskernen einen Telemedizin-Raum aufzubauen. Denn gerade im ländlichen Raum fehlt es nicht nur an Fachärztinnen und Ärzten, sondern auch an ganz einfacher hausärztlicher Betreuung. Und uns ist auch klar, dass wir jetzt keine Standard-Versorgungsformate etablieren. Aber wir müssen ja irgendwie in die Richtung weitergehen. Ich denke, es ist auch ein wichtiges Zeichen einer Kommune, zu sagen Ja, wir wollen da helfen und wir wollen da sozusagen die Dinge austesten, Technik einsetzen, schauen, wie es die Menschen annehmen. Das wird auch betreut werden von einem medizinischem Fachpersonal vor Ort. Aber es ist dann nicht der Arzt oder die Ärztin da. Und da sehen wir ganz große Chancen, auch gerade für Thüringen, weil wir haben sehr viel ländlichen Raum und eine immer älter werdende Gesellschaft.“
Milen Starke:
„Ja, das heißt, wir kommen eigentlich von diesem ja doch sehr technischen Smart City Ansatz zu sagen, Daten und digitale Lösungen eigentlich wirklich hin zu sagen, das ist Smart City oder die Projekte auch eine Möglichkeit der Demokratieförderung sein können. Das heißt, die Chancen sind eigentlich unglaublich breit in dem Thema. Jetzt haben wir viel über die Chancen tatsächlich auch schon gesprochen. Was wären denn an der Stelle auch Notwendigkeiten, dass zum Beispiel auch eine kleine Gemeinde solche Dinge umsetzen kann? Was würdest du sagen?“
Dorothea Prell:
„Also zunächst erst mal brauchen sie auf jeden Fall auch eine gute Infrastruktur. Also ich glaube, da ist das Land ja auch dabei, eben Dinge zu verbessern, dass man überall zum Beispiel gutes Internet hat.“
Milen Starke:
„Das ist natürlich, das machen wir, genau.“
Dorothea Prell:
„Das ist, glaube ich, so eine Standardnotwendigkeit, glaube ich aber nicht nur. Es braucht natürlich auch dann ja modellierte Konzepte. Man kann jetzt nicht alles eins zu eins dann komplett copy paste, sondern man muss das schon auch anpassen an die Gegebenheiten vor Ort und zum Beispiel unsere Datenplattform. Die kann ich mir auch gut in kleineren Kommunen vorstellen, wenn es so weit ist. Die muss ja nicht vollumfänglich dann so übernommen werden, sondern man kann sich die wie ein Instrumentenkasten oder wie ein Werkzeugkasten quasi vorstellen, wo man sich bestimmte Module zusammenbaut. Da stehen wir natürlich auch mit zu einem Wissenstransfer auch bereit. Es ist auch eine wichtige, wichtiges Förderkriterium unseres Programms, dass wir natürlich auf viel nicht geförderten Kommunen Hilfe anbieten und auch Unterstützung geben sollen. Dann braucht es dafür natürlich auch offene Schnittstellen. Also wir brauchen hier definitiv Open Source, denn ja, also Public money, public Code, jetzt freut sich wieder das Schwein. Das ist schon nach wie vor hier auch wichtig, dass, wir sind ja insgesamt 73 Modell Kommunen, die hier Experimentierorte der digitalen Stadtentwicklung sein dürfen. Und wir gehen natürlich als Pioniere voran und andere Kommunen sollten unbedingt davon auch profitieren können. Und das geht natürlich nur, wenn man Dinge auch teilen kann. Finde ich sehr gut. Das heißt Austausch, Kommunikation, aber auch Standardisierung ist ja auch das, was wir sozusagen in unserer Digitalstrategie verankert haben.“
Milen Starke:
„Und wenn du dir jetzt mal so die smarte Region Thüringen in den nächsten fünf bis zehn Jahren vorstellen würdest, wo stehen wir da?“
Dorothea Prell:
„Ja, also der der Blick in die Glaskugel ist immer schwierig. Aber ich würde mir wünschen, dass wir in fünf bis zehn Jahren da deutlich weiter sind, dass wir noch vernetzter sind, dass wir Lösungen, die gut funktionieren, ausgerollt haben oder, wenn nicht überall, aber zumindest doch verteilt haben in Thüringen. Ich glaube, man kann ganz viel lernen von Mühlhausen, von Gera, von Jena, dass eben Dinge, die hier gut funktioniert haben, dass wir diese Projekte auch in andere Kommunen bringen, dass man da auch Vorbild natürlich sein kann, aber auch Unterstützung und Starthilfe geben kann. Also ich würde mir wünschen, dass wir da ganz viel und gut zusammenarbeiten. Ich habe es vorhin schon gesagt, da braucht es wirklich starke Umsetzungspartner auf allen Ebenen. Leute, die da auch ein bisschen visionär nach vorne denken und sagen Ja, es ist jetzt irgendwie neu, aber wir probieren das jetzt mal aus. Es hat in Jena gut geklappt. Warum soll es nicht hier auch klappen? Wir müssen jetzt nicht noch mal 30 Sensoren durchtesten, sondern wir können jetzt auf die Auswahl von Jena zum Beispiel vertrauen, dass die halt gut funktioniert. Also nur mal so als Beispiel. Da muss ja nicht jede Stadt noch mal neu durch solche Prozesse laufen oder jedes Dorf. Also wie gesagt, da würde ich mir wünschen, dass wir da vielleicht auch über euch als Kommunikationsdrehscheibe oder Plattform, ihr könnt ja auch Leute und Städte zusammenführen und bringen, dass man da einfach gut in den Austausch kommt.“
Milen Starke:
„Das finde ich tatsächlich auch noch mal einen schönen Schlussappell, wirklich aufeinander zuzugehen und sich miteinander auszutauschen. Wir werden in den Shownotes auch noch mal die Seite der Smart City Jena verlinken. Da kann man sich auch noch mal ein bisschen informieren und auch noch mal die Seite der Digitalagentur, die natürlich auch dann erste Anlaufstelle ist für Kommunen, die zum Beispiel auch einfach sich mal Informationen abholen wollen. Also geht da gerne mal drauf, denn wir haben jetzt tatsächlich nur ganz wenig Projekte angeschnitten, die in Jena eigentlich alle laufen. Also das heißt, geht da ruhig hin und informiert euch noch mal. Abschlusssatz. Ich habe beim letzten Mal in der letzten Folge gefragt: Was ist die liebste Bratwurstsorte? Das kann man jetzt noch fragen? Was ist dein liebster Thüringer Schnaps? Komm raus damit!“
Dorothea Prell:
„Also Schnaps ist ganz schwer.“
Milen Starke:
„Also, kann auch alkoholfrei sein.“
Dorothea Prell:
„Lieber Wein. Also gut, ich mag Saale-Unstrut-Wein sehr gerne.“
Milen Starke:
„Finde ich gut. Super. Ja. Na, dann trinken wir demnächst mal ein Glas Wein. Sehr schön. Vielen lieben Dank. Dorothea, schön, dass du da warst. Hat mich wirklich sehr gefreut. Danke schön. Bis zum nächsten Mal.“
Outro
Sprecher:
„Bits und Bratwurst. Der Podcast für dein Upgrade in Thüringen ist eine Kooperation des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur und der Digitalagentur Thüringen. Alle Folgen findest du auf den gängigen Streamingplattformen.“
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